Ein demokratischer Akt von Bürgerbeteiligung in Dülken

06.10.2015 Die Dülkener haben "quasi" entschieden

Die Dülkener haben in der äußerst wichtigen Frage wie denn das neue Gebäude auf dem Bodeewes Gelände heißen soll, entschieden. Für den Neubau samt Edeka-Markt, der zwischen Westwall und Westgraben im Bereich des ehemaligen Bodeewes-Geländes seiner Fertigstellung entgegengeht, sollte ein prägnanter Name gefunden werden. Dass den Dülkener so viel an Ernsthaftigkeit und Urteilsvermögen zugetraut wurde, ist schon aller Rede wert. Schließlich haben die Dülkener nun ihrem neuen Gebäude ihren Stempel aufedrückt und es adoptiert, ja es is unser, wir werden es lieben und auch kräftig dort einkaufen!

Bei einer Beteiligung von ca 400 Bürgern, also 2% der Dülkener Bevölkerung, also knapp unter der Wahrnehmungsgrenze, ein sichtlicher Beweis wie wichtig diese Abstimmung war. Wow, das ist Bürgerbeteiligung, ein wichtiger Akt der Mitbestimmung wieder einmal! Hoch gelobt was da noch kommt an so viel Einfallsreichtum. Dülken die Narrenstadt, gloria tibi Dülken!

Ach ja fast vergessen, der Name des neuen Gebäudes soll "Am Kesselsturm" heißen


Gedanken zum Schützenfest:

Ich bin noch immer Schwabe, obwohl schon 25 Jahre mit dem Niederrhein fest verwurzelt. Nun sieht man mir „den Schwaben“, auf den ersten Blick nicht an, ein unüberhörbares Kennzeichen ist jedoch noch immer meine sprachliche Ausdrucksweise, wenn es heißt dem Niederrheiner, also meinem Gegenüber etwas erklären zu müssen. Es scheint ein Makel zu sein, welchen ich mir jedoch nicht ankreiden muss und weiß Gott nicht auf Gegenseitigkeit beruht.

Ich als mittlerweile bekennender „Quasi Rheinländer“ liebe das flache Land mit seinen Kopfweiden, das Altbier, den rheinischen Humor und ärgere mich zugleich über das „sowohl als auch“, dem niederreinischen Klüngel, welchen er erfunden zu haben scheint und der Zögerlichkeit in seinem Tun, wenn es heißt neues auszuprobieren und neues zu wagen. Der Schwabe macht, tut und probiert. Dies jedoch nur am Rande und nebenbei bemerkt, denn diese „kleinen“ Unzulänglichkeiten“ des Rheinländers tun meiner Zuneigung ihm Gegenüber keinen Abbruch. Auch hat dies mit dem eigentlichen Thema vordergründig nichts, ja überhaupt nichts mit zu tun.

Dennoch, ich habe am Wochenende die letzte rheinische Bastion erklommen, ein Brauchtum, dessen Sinn mir jedes Jahr aufs Neue nicht zu erschließen vermochte, dem Schützenfest. Ist dem Schwaben im Allgemeinen nicht ganz wohl bei so viel Ausgelassenheit, Brauchtum, Trubel, so kann er sich im speziellen schon gar nicht mit Pickelhaube, Uniform und Marschmusik anfreunden. Mutet ihm, dem Schwaben, der Stechschritt vorbei am Königspaar doch etwas befremdlich an, schon fast kapriolenhaft, so dass er sich ein Lächeln, des Schauspiels wegen, nicht verkneifen kann. Wie oben bemerkt, den Sinn und die Bedeutung-, verstehen kann er dieses Brauchtum schon gar nicht. Er neigt in seiner ruhigen nachdenklichen Art eher dem Mystischen zu, der religiösen Daseinsfrage, welche sich in den Fronleichnahmsfeierlichkeiten , den Sonnwendfeiern, Fatsnet oder Heimatfesten  wieder spiegelt. Betrachtet man das Salutieren vor dem Schützenkönig, kann er damit nichts anfangen, gilt der Schwabe im allgemeinen als liberal, hat nicht zuletzt der Liberalismus im Schwabenland seine Wurzeln. Dass dem Schwaben Obrigkeitsdenken fern liegt, hat nicht zuletzt Goethe dem Götz in treffender Weise in den Mund gelegt.

Aber der Schwabe zeichnet sich aus, den Dingen, welche er nicht versteht auf den Grund zu gehen, und hat nachgelesen: So dienen die Schützenfeste und Schützenvereine als heimatliche Tradition und regionale Brauchtumspflege, entstanden aus dem Mittelalter, als sich einige Städte noch selber vor Plündererbanden schützen mußten. Aus diesem Grund wurden Vereine gegründet, die einer Bürgerwehr ähnelten. Im Zusammenhang mit den Übungen und den Musterungen der Aufgebote der Städte wurden Feierlichkeiten, verbunden mit Umzügen, veranstaltet. Zu diesen Schützenhöfen wurden auch Teilnehmer aus befreundeten Gemeinden und teilweise auch die feudalen Stadtoberhäupter eingeladen. Die Begriffe „Glaube, Sitte, Heimat“, die Wortwahl des Mottos wird heute von Außenstehenden oft mit Misstrauen zur Kenntnis genommen. Die Begriffe hören sich eben sehr völkisch und damit belastet an. Jedoch Einstehen für den Glauben bedeutet sie sich nach den christlichen Werten richten zu wollen. Um das Leitwort Sitte zu verwirklichen, treten die Bruderschaften im privaten und öffentlichen Leben für die christliche Kultur ein. Die Liebe zu Heimat und Vaterland zeigt sich u.a. durch tätige Nachbarschaftshilfe, die die Bruderschaften leisten. Also wieder was gelernt.

Dennoch, die Bewertung dieses Brauchtums, ob mittlerweile überkommen oder als tief in der rheinischen Seele verwurzelt überlasse ich anderen. Meiner schwäbischen ausgeglichen  Lebenseinstellung folgend schlürfe lieber an meinem Schorle süß/sauer. Wer nun nicht weiß was ein Schorle süß/sauer ist, muss sich schlau machen, einen schönen Abend noch!


Stadtverwaltung Viersen forstet auf.

Wieder einmal ergreift die Stadtverwaltung die Initiative und schlägt den Bürgerinitiativen, welche gegen die fortgesetzten Baumfällungen protestieren, ein Schnippchen. Am Freitag wurde mit den ersten Ersatzpflanzungen begonnen. „Das sei die Lösung“, so ein hoher städtischer Beamter “Bäume welche keiner Pflege bedürfen“.

„Wie man auf denn auf diese ausergewöhnliche Idee gekommen sei“, so unsere Frage. „Wie Sie wissen beteiligen wir die Bürger immer an Entscheidungen, so auch diesmal. Hier handelt es sich um einen Bürgervorschlag. Diesen haben wir aufgrund der Einzigartigkeit aufgenommen und umgesetzt. Wir sind stolz auf unsere Bürger und auf uns: -Vorschlag aufgenommen, Potential erkannt und umgesetzt,- die bürgerfreundliche Stadt Viersen lebt, Hurra.“

Geplant sei, die restlichen Bäume in Viersen ab Mai durch die neuen Bäume großflächig zu ersetzten. Auf unsere Frage weshalb erst im Mai, gab man uns als Antwort: „Vorher könne man mit dem Austausch nicht beginnen, denn wie Sie sehen haben diese ein grünes Blattwerk und noch ist ja keine Blütezeit, würde ja nicht in die Jahreszeit passen. Der nächste Austausch des Blattwerkes ist dann erst im Herbst notwendig, spart Kosten. Hier handelt es sich lediglich um ein Anschauungsobjekt, welches wir den Bürgerinitiativen präsentieren wollen“

Mit dem Austausch der Bäume hätte man nun auch ein zweites Problem gelöst, denn der Einführung einer Baumsatzung stehe nun nichts mehr im Wege, so der städtische Beamte.


Sensation in Dülken

Dülken wird nach Antrag nun doch Wallfahrtsort, Jubelstimmung in Dülken. Auf diese geniale Idee kam vor kurzem Franziska V. als Sie, auf der Fensterbank lehnend, jeden Tag die Menschenmassen vor der Baustelle des Dülkener EDEKA Marktes beobachtete. „Irgendwie müsse dem Ort doch etwas „Heilendes, eine bestimmte Anziehungskraft“ anheim liegen, die vielen Menschen jeden Tag, die heilsbringenden Schriften in der Presse, die Seligpreisungen der örtlichen Politik“, so Franziska auf unsere Frage, wie Sie denn auf diesen Einfall gekommen sei. Als Sie dann, vor wenigen Tagen, den Dülkener Priester vor dem Zaun stehen sah, den Blick nach oben gerichtet, war Sie sich sicher: hier handelt es sich um einen Ort der wundersamen Heilung. Nachdem Franziska V. den Antrag einbrachte, erkannte der Rat der Stadt Viersen sofort ein Zusatzgeschäft zur Haushaltsanierung und stellte über Nacht ein Kassenhäuschen auf, noch bevor die Presse Wind davon bekam. Mit dem Marktbesitzer einigte man sich über die Aufteilung der Einnahmen, Franziska V. erhält die Ehrenmedaille der Stadt Viersen, über die Anteile für die Kirche wollte man Stillschweigen bewahren. Leider konnten wir Franziska nicht weiter befragen, denn am selben Tag erhielt Sie ein Schreiben von der Rentenversicherung, dass sich ihre Rente um 2,5% erhöht, was bei ihr netto 8 € ausmacht. Über den Geldsegen so erfreut fiel Sie in Ohnmacht und musste stationär behandelt werden, wahrlich ein Zeichen Gottes!

Na dann, Gloria Tibi Dülken 


Markthalle in Dülken, die Lösung!

Mönchengladbach macht es vor, Eine Markthalle für den Kapuzinerplatz ,

Markthalle, die ultimative Lösung auch für Dülken?

Viele Städte haben die Zeichen der Zeit erkannt und kontern das Aussterben des Einzelhandels mit dem Bau einer Markthalle mit einem Angebot von Fleisch, Gemüse, Gewürze, Kräuter, Fisch und allerlei andere Köstlichkeiten. Die Dülkener Bürgerinitiative „ Viersen lasst uns nicht sterben 1970 e.V“ legte dem zuständigen Ausschuß der Stadt ihre Idee vor. Die Mitglieder des Ausschusses waren sofort Feuer und Flamme, machten aber Einwände bzgl. der dann nicht mehr vorhandenen Feierfläche. Dieser Einwand wurde seitens des Vorsitzenden des Dölker Vereines, Hans Z aus Viersen, sofort entkräftet: Die Lösung wäre, die Feste und Veranstaltungen nach Viersen zu verfrachten. Hierfür könnte man ja dann einen Pendelverkehr von Dülken nach Viersen einrichten. So hätte man zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, Dülken wird wieder belebt und in Viersen wäre mal so richtig was los. Eine begleitende Maßnahme wäre eine Art „Feieranleitung“ zu erstellen, um diese dann an die Viersener Haushalte zu verteilen. Ob dann die Viersener Besucher an den betreffenden Veranstaltungen Eintritt zu zahlen hätten, um mal so richtig mit zu feiern, ließ man offen.

Eine kritische Bemerkung war dann doch noch zu vernehmen und zwar diese: Ob denn unbedingt eine solche Halle notwendig wäre, schließlich wäre auf dem Platz ein Bürger zu sehen. Der Einwand wurde seitens Hans Z. jedoch entkräftet, nach Rückfrage handelte es sich um einen verwirrten Boisheimer, welcher unbedingt einen Geldautomaten suchte.

Der Ausschuß entschloß sich, die Angelegenheit zu beraten.


Live Ticker am 15.03.2015

Streitthema Gereonsplatz/ Krisensitzung am 23.03.2015:

Ratsmitglieder in heller Aufregung. Bei einer Ortsbesichtigung hat man festgestellt, dass durch den Gereonsplatz zukünftig eine Straße führt. Daran hatten wir gar nicht gedacht, so ein Ratsmitglied, ich denke da fahren später Autos durch, wüßte nicht für was denn sonst diese Strasse gut sein sollte.

Diese Ansicht ergab auch eine Anfrage bei der Stadtverwaltung: „Man wisse zwar nicht wer diese Strasse gebaut hat, aber nun sei diese schon mal da!“ Dieser Tatsache ins Auge geblickt, soll nun über die zukünftige Verkehrsführung diskutiert werden. Verschiedene Anträge liegen zur Beratung vor: Verkehrsführung von links nach rechts oder von rechts nach links oder mittig! Den Antrag ein Gutachten erstellen zu lassen wurde nicht entsprochen, da die Eröffnung bereits für den Mai vorgesehen ist. Wünschen wir den Ratsmitgliedern viel Glück bei ihrer Entscheidungsfindung.

Sensationeller Einfall:

Im Zuge der Schließung von Kinderspielplätzen kamen einige Ratsmitglieder auf die Idee die verbliebenen Spielplätze als UNESCO-Welterbe zu deklarieren. Ein entsprechender Antrag wurde bereits gestellt. „Man wolle die Spielplatzsituation den Menschen in Viersen gedanklich erhalten“, so die Aussage innerhalb des Ausschusses. Mit einer Entscheidung soll noch dieses Jahr gerechnet werden. Eile tut not, denn wer weiß wie lange noch geeignete Spielplätze zur Ausweisung vorhanden sind.

Luxus: Heiraten in Viersen

In Viersen soll weniger geheiratet werden. Verkehrsteilnehmer hatten sich beschwert, dass es am Standesamt in Dülken immer wieder zu Verkehrsbehinderungen kommt. Grund hierfür sind die weiblichen Autofahrer, welche vom Autohaus die Brautpaare bestaunen und sogar per Handys entsprechende Fotos machen. So kommt es zu stauähnlichen Situationen. Im Gegensatz dazu die männlichen Fahrer, welche in schnellem Tempo dort vorbei fahren und so zu der einen oder anderen gefährlichen Situation beitragen, insbesondere dann wenn Frau auf dem Beifahrersitz schauen möchte. So sei es schon zu zahlreichen Handgreiflichkeiten gekommen.

Der Rat möchte nun kein Geschlecht diskriminieren und hat nun den Einfall, die Gebühren drastisch zu erhöhen, mit der Hoffnung dass sich die Lage beruhigt. Helfen diese Maßnahmen nicht weiter, soll das Ordnungsamt abgestellt werden, um mit Hilfe von schwarzen Folien (Sichtschutz) das Blickfeld Standesamt/ Straße zu verdecken. Entscheidung am 23.03.2015.


Kein Autobahnsex mehr auf dem Randsberg

Kein Autobahnsex mehr auf dem Randsberg:

07.03.2015 Der Rat diskutierte über das Problem: "Sachgemäße Lösung für Wohnmobilparkplatz Ransberg?". Die Lösung lag nahe, Hinweis bereits bei der Autobahnausfahrt Viersen. Allerdings hatten sich an dem Schild schon wütende Betroffene zu schaffen gemacht.


Rat der Stadt Viersen erkennt plötzlich die Dunkelheit

24.02.2015 Wieder einmal zeigt der Rat seine Qualitäten, wenn es darum geht unglaubliche Ereignisse rational in Beschlüsse umzusetzen.

Der Rat der Stadt Viersen tappt nicht im Dunkeln, sondern erkennt diese. Überraschenderweise, während einer Ratssitzung, ging einem Ratsmitglied ein Licht auf. Es handelte sich um einen Abgeordneten, welcher zu spät zur Sitzung kam und in der Eile über eine der „wenigen“ Unebenheit im Boden vor dem Forum stolperte. Er zog sich eine Verletzung im linken Sprunggelenk zu.

Während der Sitzung rätselte er ob seines Unfalls. Er schaute aus dem Fenster, überlegte und plötzlich kam ihm die Erleuchtung, draußen war es dunkel. Seiner einzigartigen Entdeckung bewusst, bat er unverzüglich um Unterbrechung der Sitzung, um den Grund seiner Verletzung zu diskutieren. Die übrigen Ratsmitglieder waren zunächst ungläubig und winkten ab. Es sollte zunächst abgestimmt werden, ob man sich mit diesem Thema beschäftigen sollte. Einige Abgeordente schlugen aber dann vor, im Versammlungsraum das Licht auszuschalten um zu überprüfen inwieweit ein Helligkeitsunterschied zwischen draußen und drinnen erkennbar sei. So taten Sie es auch, der Bürgermeister behielt sich vor diese wichtige Handlung selbst vorzunehmen. Nachdem das Licht erloschen war ungläubiges Staunen, ein Raunen quer durch alle Fraktionen. Tatsächlich, draußen war es genau so dunkel wie im Raum selbst. Nachdem der Bürgermeister das Licht anschaltete, lauter Beifall und Jubel, „man kann es historisch nennen“, so ein Abgeordneter. „Hier müssen wir Abhilfe schaffen“.

Wieder einmal ist der Rat der Stadt Viersen über sich hinaus gewachsen und hat seine Kritiker ein Schnippchen geschlagen. Der Abgeordnete, welcher den Rat zu dieser Erleuchtung führte, wurde prompt für die Städtische Verdienstplakette mit Mispelkranz vorgeschlagen. (Jo.König)

Info (rp-online)


Viersen löst das Problem mit den Fahrradwegen

21.02.2015 Der Stadtrat in Viersen war erschüttert über das schlechte Abschneiden beim Fahrradtest, u.a. wurden diese mit der Note 5 bewertet. „Wir waren alle total überrascht über das Ergebnis, diese Beurteilung trifft uns bis ins Mark“.

Aber der Rat Viersen wäre nicht der Rat Viersen, wenn er nicht sogleich eine Lösung parat hätte. Diese wurde gestern nach einer langen Nachtsitzung präsentiert: „Wer uns kennt, weiß, dass wir nah beim Bürger sind, also quasi ein Ohr für deren Sorgen und Anliegen haben. So haben wir das Heft in die Hand genommen um Abhilfe zu schaffen. Wir werden im Frühjahr beginnen die Fahrradwege abzubauen und die frei werden Fläche der Natur zurück zu geben.“ Tosender Beifall der anwesenden Ratsmitglieder. „Parteiübergreifend sind wir stolz diese Lösung gefunden zu haben, es waren schwierige Gespräche, auch wegen der Finanzierung, wir sind alle müde“. Den Ratsmitgliedern war gestern die Anstrengungen dieser 6 stündigen Marathonsitzung auch deutlich anzumerken, übermüdet traten Sie vor die Presse. „Wir sind auch stolz, weil wir mit unserem Beschluss auch einen Beitrag zum Umweltschutz leisten, da wir ja die betonierten Flächen der Natur zurück geben.“

Damit Viersen dennoch nicht bei der nächsten Bewertung auftaucht, werden begleitende Maßnahmen vom Rat festgesetzt: Allgemeine Schiebepflicht der Fahrräder und Verbot des Verkaufs von Fahrradpumpen im Stadtgebiet. Die Fahrradhändler wurden aufgerufen nur noch Fahrradmäntel mit Löcher zu verkaufen.

Darüber hinaus, sollte der „Verband der städtischen Fußgänger 1896 e.V in Gründung“ wie angekündigt, nächstes Jahr die Gehwege in Viersen bewerten lassen, wurde bereits jetzt schon eine Arbeitsgruppe gebildet. Man möchte hier aktiv einer schlechten Bewertung zuvor kommen. Hier gäbe es jedoch laut Rat noch erhebliche Probleme zwecks der Forderung : „Bürger mit Rollator sollen zu Hause bleiben“. Aber auch hier hätte man beim Abbau der Gehwege bereits eine Lösung. „Die Lauffläche im Stadion Hoher Busch wird saniert, dort können dann die Bürger mit Rollator zum Ausgleich ihre Runden drehen. Wer jedoch den Shuttle dorthin finanziert sei noch offen. Hier müsse zunächst ein Gutachten erstellt werden. Aber wir sind uns sicher, auch hier wird der Rat der Stadt Viersen eine Lösung finden. (Info Fahrradtest)


Was macht eigentlich heute Peter Hüksches?

08.02.2015 Wer erinnert sich noch an den 12.08.2003, als in Viersen das Unglück seinen Lauf nahm, alle Fernsehanstalten des Landes ihre Stationen am hohen Busch aufbauten und den ganzen Tag über die Geschehnisse in Viersen berichteten. Hans Peter Hüksches, der Viersener Postbote war über Nacht bundesweit bekannt geworden, doch der Ruhm von damals ist heute verblasst. Keine Kamera, keine Zeitungsberichte, keine Autogramme mehr. Nur noch wenige Viersener erinnern sich an Ihn, an den Retter, welcher Viersen vor einem Unglück bewahrte, wie er mutig, selbstlos die Initiative ergriff und unter Einsatz seines Lebens die richtigen Entscheidungen traf.

Wir trafen Peter Hüksches vor zwei Wochen im Stadtgarten, um mit ihm über die damaligen Ereignisse zu sprechen. Durch Zufall sind wir auf ihn aufmerksam geworden. Wir wollten wissen, wie es damals war, als er früh morgens das Haus verließ, wie die ungaublichen Geschehnisse ihren Lauf nahmen, das Medieninteresse danach, der Empfang beim Bürgermeister, beim Ministerpräsidenten und, und, und. Vor allem interessierte uns sein unglaublicher Abstieg danach, vom Rampenlicht zum Obdachlosen, der Tatsache, dass sich heute kaum noch jemand an ihn, dem Helden von Viersen, erinnert.

Wir trafen einen in sich gekehrten Menschen, auf Fragen welche die damaligen Ereignisse betrafen zeigte er keine Reaktionen, sein Blick war leer, ohne Ausdruck, unfähig die Geschehnisse zu reflektieren. Sein alleiniger Wunsch sei, wieder als Postbote zu arbeiten, 20 Jahre hätte er als Postbote gearbeitet, seine Berufung, die Post wolle ihn jedoch nicht mehr. Tränen liefen über sein Gesicht, er tat uns leid. Wir beschlossen, das Interview an dieser Stelle abzubrechen, erkannten dass vor uns ein zerbrochener Mensch saß, alleine mit sich lebst beschäftigt. Die schrecklichen Ereignisse von damals hatten ihn aufgefressen.

Ein Schicksal, welches wir so nicht erwartet haben. Die Geschehnisse vom 12.08.2003 liefen an uns im Gedanken vorbei. Unser Viersener Held, welcher daran zerbrach. Eine Woche später erfuhren wir, dass Peter Hüksches von uns gegangen war und im engsten Kreis seiner Bekannten bestattet wurde.

Wer noch alte Berichte von damals besitzt bitte melden


Geheimplan der Stadt aufgedeckt

Geheimplan der Stadtverwaltung aufgedeckt!

Das wilde Sammeln von Pfandflaschen an Karneval, insbesondere rund um die Veranstaltungen an Altweiber, in Viersen, Dülken und Süchteln will der Rat der Stadt Viersen nicht mehr gestatten. Stattdessen gibt es „Pfandsammel“-Lizenzen. Wer weiter wild sammelt, dem droht ein hohes Bußgeld.

Um Schwarzarbeit Einhalt zu gebieten und so ein Verzerren der Arbeitslosenzahlen sowie Ausnutzen von Sozialleistungen in Viersen zu verhindern, wird das Ordnungsamt künftig Flaschenpfand-Sammler auf eine Lizenz hin kontrollieren. Wer keine Lizenz hat und trotzdem sammelt, muss entweder ein Bußgeld von bis zu 4.000 EUR zahlen, oder Arbeitsstunden leisten – allerdings bei einem Pfandsammel-Lizenznehmer. So will man die Expertise, die ein ehemals professioneller Sammler mitbringt, effektiv für die Wirtschaft nutzen.

Die Lizenznehmer hingegen arbeiten vertraglich geregelt direkt mit dem Jobcenter in Viersen zusammen: Das Jobcenter stellt Ein-Euro-Kräfte zur Verfügung, tilgt diese Personen aus der Statistik und drückt so die offizielle Zahl der Arbeitslosen und Harz IV Empfänger. Die Stadt verdient mit. Genau 25 % der Einnahmen gehen an den Lizenzgeber, zuzüglich zu den fixen 700 EUR Gebühren monatlich und 7,50 EUR pro Tag und eingestellten Sammler. Der ganze Rest wird, nach Abzug der Gewinnmarge, an den Sammler selbst ausgeschüttet. Ein faires Modell.

Unseren Recherchen zufolge, wurde ein Versuch der IHK, den Pfandsammler-Beruf an eine Ausbildung zu knüpfen, bereits von dem Jobcenter Viersen verhindert. Die Begründung: Ausbildungen und die damit verbundenen Arbeitsschutzgesetze sind in diesen Zeiten nicht mehr tragbar. Es werden flexible, kurzfristig einstell- und kündbare Arbeitnehmer ohne echtes Potential benötigt.


Der Viersen Taler

Ab dem 01.03.2015:Viersen Taler offizielles Zahlungsmittel

Aufatmen im Rat der Stadt Viersen. Nach stundenlanger Beratung wie man der Haushaltsmisere begegnen könnte endlich die Lösung: Der Viersen Taler! Der Bürgermeister erleichtert: „In drei Jahren sind wir schuldenfrei, so wird auch für Viersen das wahr was in Ostdeutschland schon heute Wirklichkeit ist, blühende Landschaften“ 

Die Bürgermeisterkandidaten Schrömbges und Anemüller in einem Atemzug, Einigkeit zeigend wie eh und je, stießen mit einem Glas Sekt an: „Neue große Projekte lassen sich so verwirklichen, den dreispurigen Ausbau des Innerstädtischen Rings, neue Toiletten in der Innenstadt, jede Menge Altersheime in Dülken und vor allem endlich einen Mediamarkt .“ Einzig traurig waren die LINKEN, ihrem Vorschlag des „Viersen Rubel“ wurde nicht entsprochen.

Die Mitglieder des Rates zeigten sich somit wieder einmal und wie gewohnt einfallsreich und zudem noch bürgernah, beträgt der Umtausch doch 1 € zu 2 Taler, so verdoppelt sich das verfügbare Einkommen der Bürger. Ein Rücktausch ist jedoch nicht möglich. Ein echtes Husarenstück des Rates. Für den ersten Wurf werden 2 Millionen Taler hergestellt. Der Zwangsumtausch von 500 € im Monat betrifft alle Harz IV Empfänger, Arbeitslose und Bürger, welche weniger wie 1.500 € verdienen. Hier setzte sich der Interessenverband der „Yachtenbesitzer“ durch. Ebenfalls befreit sind die Mitglieder des Bauernverbandes, die Mitglieder des Rates sowie alle Bürger, welche mehr als 70.000 € im Jahr verdienen. Für das Eintreiben des Zwangsumtausches wurden die früheren GEZ Mitarbeiter gewonnen, welche sich z.B. am Eingang der Viersener Tafel, an den Eingängen der Altersheime, am Jobcenter,an den Eingängen der Spielhallen und an den verbliebenen Bänken im Innenstadtbereich postieren sollen.

Der Viersen Taler ist während der Öffnungszeiten des Jobcenters erhältlich. Aufgrund der niedrigen Arbeitslosenquote und der schnellen Vermittlung von Stellen sind dort genügend Kapazitäten frei geworden. Die Eintauschgebühr beträgt pro 1 € Umtausch genau 1 €, also bei einem Umtausch von 50 € und einen entsprechenden Gebühr von 50 € erhalten Sie 100 Taler.

Mit dieser Aktion hat der Rat der Stadt Viersen, trotz aller Unkenrufe, wieder einmal seine Handlungsfähigkeit, seine "Partei übergreifende Geschlossenheit" und seinen Sachverstand bewiesen. Frau Maaßen von den Grünen: „Das Projekt wird vom Land gefördert, somit entstehen uns wie bei allen anderen Projekten fast keine Kosten“

(Jo.König)


Breaking News: Ransberg vor dem Aus

Presseerklärung:

Vorstand NEW gibt zu: „Ich als Vorstand bin enttäucht, dass der Bürger nicht bereit ist 5 € für 2 Std auszugeben;für einen Besuch in dieser schönen Freizeitoase“

Immer weniger Badegäste und blöderweise steigen die Kosten, an das hatten wir gar nicht gedacht. Dass die Bürger Viersens unsere geringe Preiserhöhung in dieser Weise abstrafen ist unverständlich. Völlig unverständlich, schließlich kann man direkt vor dem Bad parken, man hat wollige subtropische Wärme im Bad, sogar an Umkleidekabinen haben wir gedacht und all die schönen Behindertenparkplätze, denken Sie blos. Ja, wir haben uns die Modernisierung so richtig was kosten lassen, tief in die Tasche gegriffen für dieses Kleinod in Viersen. Dies nicht für uns, wir haben ja den Pool im Keller, nein alles für den Bürger.

Ich bin zwar Mitglied des Vorstandes, aber auch wir müssen leben. Schließlich haben wir als Vorstände eine gewisse Verantwortung und die muss nun mal teuer bezahlt werden, also nicht von uns, wir sind ja die Vorstände. Nein, die Zeche muss Gott sei Dank der Bürger tragen, so sind die Lasten gerecht verteilt. Was ich als Verantwortung meine, im Detail, die Verantwortung gegenüber der Familie und den Kindern. Jedes Jahr ist bei uns zuhause Weihnachten und blöderweise immer im Dezember, sprich da müssen Geschenke her. Dann kommt der Urlaub und schließlich will man sich ja auch noch was gönnen können. Dass der Bürger hierfür kein Verständnis hat, nochmal; für mich unverständlich. Freizeit kostet nun mal Geld, ich kann davon ein Lied singen! Zum Beispiel hat sich Jahresgebühr für den Golfclub schon wieder erhöht, diese zusätzliche Kosten muss ich kompensieren oder wollen SIE unter einem mies gelaunten Vorgesetzten arbeiten, fragen Sie hier mal meine Mitarbeiter, die pfeifen Ihnen was! Oder möchten Sie wirklich, dass ich mir den Friseur nicht mehr leisten kann und ich mir die Haare wieder selber schneiden muss? Na also, alles gute Gründe.

Ne, ne, uns blieb gar nichts anderes übrig wie die Preise zu erhöhen, aber wenn die Besucherzahlen weiterhin so mies bleiben müssen wir das Bad schließen und daran ist der Bürger dann selbst schuld. Da will ich dann keine Klagen hören, Basta.


Sensation in Viersen: Mediamarkt kommt

Diese Meldung hat eingehauen wie eine Bombe. Der Media Markt kommt nach Viersen, wie gestern aus Kreisen der Stadtverwaltung bekannt wurde. Die Fraktionen des Stadtrates FürVIE, CDU, SPD, FDP und GRÜNE hatten diese Nachricht wohl auf ihrem gemeinsam durchgeführten „Frühschoppen“ zur Abstimmung der Anträge im Rat erfahren. Gegen 15:30 Uhr war die Meldung durch, ein Aufschrei des Ortsbürgermeisters Aach, welcher entgegen seiner Gewohnheit gleich eine Lokalrunde ausrief, gegenseitiges Schulterklopfen, Anstimmen der Nationalhymne und Ringelpitz mit Anfassen.

Nach Informationen von Augenzeugen soll Frau Maaßen von den GRÜNEN in sich zusammen gesackt sein mit dem Ausruf der Erleichterung: „gestern war ich noch in Kevalaer und hab eine Kerze angezündet, dass das so schnell wirkt hätte ich jetzt nicht gedacht“.

Bürgermeister Tönnissen, welcher sich zum Zeitpunkt der Bekanntgabe nicht im Lokal befand überbrachte eine telefonische Botschaft und freute sich bis aufs Mark, dass er nun neben seinem Webergrill, welcher er bei OBI kaufen durfte nun auch das Beurer Heizkissen HK35 für seinen Popo kaufen könne, man muss ja an seinen Ruhestand denken. Im Hintergrund hörte man die Sektkorken knallen.

Selbst die Vertreter der LINKEN Fraktion eilten zum Lokal, ihre Rufe „Wir wollen hier rein“ wurden leider nicht erhört und Sie mussten drausen bleiben. Über ihren Verbleib ist noch nichts bekannt.

Der Frühshoppen soll wohl noch etwas länger gedauert haben, gegen 20:00 Uhr hörte man laut schallend „die Hände zum Himmel“ und „Der Sultan hat Durscht“. Um 22:00 Uhr musste die Polizei den Saal räumen lassen, da sich einige „mürrische“ Bürger beschwerten.

Auf Nachfrage wo denn jetzt der Media Markt hin kommt trat eine kurze Stille ein, Kopfschütteln der fröhlichen Runde und dann wurde das bekannte „Rats-Motto“ laut schallend angestimmt:

„Scheiß egal, scheiß egal, ob Du Huhn bist oder Hahn

wenn Du Huhn bist musst Du Eier legen können

wenn Du Hahn bist musst Du Hühner treten können,

Scheiß egal, scheiß egal, ob Du Huhn bist oder Hahn.“

Sobald die fröhliche Runde wieder nüchtern ist, werden wir Sie über den neuen Standort informieren (Thomas Mayer) 


Auch die Dülkener wollen demonstrieren

Angespornt von den vielen Demos in Deutschland und dem entsprechenden Medieninteresse versammelten sich mehrere hundert Dülkener am Alter Markt in Dülken. Sie demonstrierten für eine Befreiung von Viersen: „Wir sind Dölker und ihr nicht“ schallte es lautstark mit dem Gesicht Richtung Viersen gerichtet.
Bernd Plötschges, Vorsitzender der Initiative „Die Narrenmühle ist unser“ zeigte sich erfreut über die rege Teilnahme. Anlass der Demonstration war das fehlende Grußwort des Bürgermeisters und Ortsbürgermeisters im Zugheft des Vaterstädtischen Vereins. „Das hat das Faß zum Überlaufen gebracht“, so Bernd Plötschges. „um so mehr, da man am Vortag in der Tonne von Teen Anton am Blauen Stein hunderte von Stimmzettel gefunden hatte, welche offensichtlich bei der damaligen Befragung Viersen ja oder ja nicht berücksichtigt wurden. Bernd Plötschges will nun eine Klage einreichen um die Befreiung Dülkens zu erreichen. Er bat die Demonstranten um Unterstützung und um Unterschrift unter der Petition:
https://www.openpetition.de/petition/online/doelker-wehren-sich
Die Polizei, siehe Foto, musste nur kurz eingreifen, als verkleidete Ratsmitglieder von der aufgebrachten Menge erkannt wurden. Sie waren als Möhnen verkleidet. Offensichtlich waren diese Undercover unterwegs. Sie wurden aufgefordert die Stadt zu verlassen. Zwei der Ratsmitglieder baten um Dölker-Asyl, das Verfahren dauert noch an.
Als weitere Aktionen sind geplant: Autokennzeichen DUE, Zumauern der Brücke unter der A61 Richtung Dülken, Visumpflicht für alle Viersener, Verlegung des Rathauses in die Narrenakademie. Ebenso soll demnächst eine Lichterkette „Rund um Dülken“ gebildet werden.
Ob sich Boisheim und Süchteln an der Initiative beteiligt ist uns nicht bekannt


Muss ein Stadtrat in Viersen sein?

27.11.2014 In Viersen gibt es Sitzungen des Stadtrates. Das ist so außergewöhnlich nicht. Die Atmosphäre hingegen ist im Laufe der letzten Jahre doch schon gewöhnlich, zumindest für einen Stadtrat in Viersen.

Der aufmerksame Beobachter erinnert sich an die Diskussionen bei denen noch kontroverse Standpunkte für spannende Debatten sorgten. Da wurde kontrovers debattiert, da prallten Meinungen aufeinander. Es war erfrischend, angeregt durch eine Presse, welche damals noch nicht gleich geschaltet war. Ein ehemaliger Stadtrat, ein Zeitgenosse welcher mir gegenüber sitzt und welcher damals regelmäßig an den Sitzungen teil nahm, ist geradezu euphorisch, das miterlebt zu haben.

Spätestens jedoch nach dem Abtreten von „Frau Hammes“ zog eine gewisse Ordnung in den Viersener Stadtrat ein, welche von einem gemeinsamen Interesse getragen wurde, „tust du mir nicht weh, tu ich dir nicht weh“. Die Verwaltung legte und legt vor, der Stadtrat legte und legt nicht nach, sondern zog und zieht mit. Zum Wohle der Stadt. Einige Zeitgenossen sprechen deshalb hin und wieder von einer „gemeinsamen Front“ von einem "Friede-Freude-Eierkuchen-Gremium", eben dem „Vierscher Klüngel“, welcher vor allem bei den Lobes-Orgien anlässlich der Verabschiedung der jeweiligen Haushalte oder anderer Entscheidungen wie z.B. dem Abriss der alten gewachsenen Baustrukturen in Viersen deutlich wurde.

Nach langen Diskussionen, (der Inhalt würde jedoch dieses Medium sprengen), stellen wir gemeinsam fest: Da nicht mehr um unterschiedliche Standpunkte gestritten sondern nur noch verwaltet wird, ist dies alles andere als gut. Das ist ein nicht stattfindender politischer Diskurs, welchen den Wähler langweilt und dies mit seiner Wahlenthaltung honoriert. Zusammen mit meinem Zeitgenossen gegenüber, frage ich mich, wenn denn dann im Stadtrat nicht mehr um Positionen, um Grundhaltungen, um Ansichten gestritten wird, stellt sich da eben nicht genau die Frage nach der Sinnhaftigkeit eines Stadtrates in Viersen.

Eine weitere Frage schließt sich dann der ersten Frage an: Wie sehe Viersen aus, wenn es keinen Stadtrat, sondern nur die Verwaltung im Rathaus gegeben hätte? Hier meine unbedeutende Antwort: Nicht viel anders als jetzt!

Die Frage nach der Existenzberechtigung eines Stadtrates, wie oben geschehen, möchte ich als Demokrat nur ungern stellen, muss dies jedoch tun, wenn ich gedanklich zu den Wurzeln der Demokratie zurück kehre(Aristoteles): Demokratie bezeichnet eine Herrschaftsform, eine politische Ordnungen oder ein politische System, in denen die Herrschaft von der Allgemeinheit, dem Volke, ausgeübt wird. Trifft dieser demokratische Grundsatz in Viersen noch zu? Ist der Stadtrat, bei einer Wahlbeteiligung von knapp 50%, überhaupt noch legitimiert. Legitimiert, insbesondere dann, wenn dieser die demokratische Wesenselemente hartnäckig verweigert und es so zu einem „Hier sind wir, die Guten, die Macher, die Kompetenten und wir sind uns einig“ und dort ist der Bürger, welcher doch unfähig ist die Dinge im „Großen“ zu überblicken, kommt?

 

Nach einem guten Glas Rotwein und spät am abend kommen wir beide zur einzig wahren Erkenntnis: Die Funktion eines Stadtrates in Viersen hat sich überlebt, da von ihm keine wesentlichen Demokratieelemente ausgehen. Eine Lösung, gedanklich da nicht machbar, wäre die Funktionen des Rates in die Hände der Verwaltung zu legen.